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Stadtführung in Danzig

Stadttouren

Die unten beschriebenen Touren sind nur ein Vorschlag von mir. Man kann sie ändern oder miteinander verbinden, z. B. Danzig kann mit der Besichtigung von Marienburg verbunden werden , Danzig und ein Besuch der  Kaschubischen Schweiz am Nachmittag wären auch möglich. Auch, wenn Sie besondere Wünsche haben, wenn z.B. Ihre Vorfahren aus Danzig stammen und Sie deren ehemaliges Haus besuchen möchten – ich komme Ihren Wünschen entgegen. Ich helfe Ihnen, Ihren Aufenthalt in der Stadt und ihrer Umgebung interessant und angenehm zu gestalten.


1) Spuren der Vergangenheit – die Rechtstadt

Man kann sich kaum einen Aufenthalt in Danzig vorstellen, ohne die Sehenswürdigkeiten zu Gesicht zu bekommen, die Ihnen diese Tour anbietet.  Viele von ihnen sind Begriffe geworden, die man sofort mit Danzig assoziert wie das Krantor oder der Neptunbrunnen.
Ich möchte Ihnen den alten Hafen an der Mottlau zeigen, die jetzt noch teils mit Ruinen bestandene Speicherinsel. Der Spaziergang über die Lange Bruecke bringt uns zum majestätischen Krantor, dessen Mechanismus nicht selten die Besucher überrascht. Und dann die Frauengassemit ihren reich verzierten Beischlägen. Nachdem wir ihre Schönheit genossen haben, begeben wir uns in die Marienkirche, die größte Backsteinkirche der Welt, in der man – trotz der Kriegszerstörungen –  architektonischen und künstlerischen Meisterwerke begegnet. Weiter geht es über die Jopengasse zur wunderschönen Fassade des Grossen Zeughauses und dann an der Markthalle vorbei zum Kohlenmarkt, wo ein (fast) silberner Baum wächst. Dort bekommen wir die alten Befestigungsanlagen zu Gesicht, also das Hohe Tor, den Stockturm und die Peinkammer. Und nun  die Krönung! Das einmalige Goldene Tor eröffnet eine atemberaubende Perspektive: die Langgasse, eine geräumige Fußgängerzone, umrahmt von zwei Reihen üppig verzierter Giebelhäuser. Wir gehen am Uphagenhaus vorbei, erreichen das Rathaus, an dem die Langgasse zu Ende ist und sehen den bekanntesten Platz der Stadt, nämlich den Langen Markt, wo Neptun auf seinem Brunnen thront.

Und warum wurde um den Brunnen herum ein Gitter gebaut?
Während der Führung werde ich Ihre Neugier stillen:-)
Dauer: ca. 2 Stunden

2) Bernsteintour

Ich biete Ihnen eine fast magische Tour an. Bernstein ist eine göttliche Schöpfung der Natur. Er ist ein Stein, in dem prähistorisches Leben eingefasst und eingefangen wurde. Seit Jahrhunderten wird Bernstein in Danzig verarbeitet. Hier entstanden und entstehen Kunstwerke, die überall in der Welt getragen werden, Räume schmücken oder sogar Räume bilden.

Wenn Sie durch die Stadt schlendern, stolpern Sie fast über Bernsteingeschäfte; nirgendwo in der Welt ist das Angebot so üppig, wie in Danzig. Dabei haben Sie eine enorme Auswahl von fantastischem Schmuck oder kleinen Gegenständen, wie verschiedene Figuren, Schiffsmodelle; es gibt sogar das Krantor und den Neptunbrunnen! Aber das können Sie alleine entdecken.

Ich möchte Ihnen das Bernsteinmuseum zeigen. In mehreren Räumen wird die Geschichte des Steines präsentiert; die Entstehung des Steines in einem pliozänen  Wald, die Verwendung von Bernstein in der Medizin, die Herstellung von Amuletten oder Talismanen. Es werden auch prachtvolle Kunstwerke präsentiert, die von Danziger Künstlern angefertigt wurden. Nach der Besichtigung des Museums begeben wir uns in die Brigittenkirche, wo sich ein einmaliger Schatz befindet: der Bernsteinaltar. Unterwegs werfen wir einen Blick in die Frauengasse, die weltberühmte Bernsteingasse. Zum Schluss eine Vorführung: da ich selbst Bernstein verarbeiten kann, zeige ich Ihnen persönlich, wie man den Stein schleift und worauf Sie achten müssen, um den echten Stein von einer Fälschung unterscheiden zu können. So vorbereitet können Sie auf die Bernsteinjagd gehen;)

Dauer der Tour: 2,5-3 Stunden.

 

3) Tatort Danzig

Wenn Sie den Nervenkitzel lieben, dann müssen Sie diese Tour erleben. Sie schließt alle Sehenswürdigkeiten ein, allerdings auch mit ungewöhnlichen Erklärungen. Schwerpunkt dieser Tour ist die kriminelle Vergangenheit und Gegenwart der Stadt. Keine Bange: Taschendiebstahl gehört nicht zum Programm:)Dauer: ca. 2 Stunden
Auf Wunsch kann eines der wenigen Kriminalmuseen Europas besichtigt werden. Es befinder sich außerhalb des Zentrums, an der Danziger Universität. Das Museum ist zwar nicht groß, aber interessant besonders für Menschen, die etwas mehr über Danziger Kriminalfälle der Nachkriegsjahre erfahren wollen.

4) Die Alt- und Rechtstadt und eine Prise der jüngsten Geschichte

Um die über tausendjährige Geschichte der Stadt besser kennen zu lernen, lohnt es sich, einen längeren Spaziergang zu machen. Neben den Sehenswürdigkeiten der Rechtstadt wie dem Krantor oder dem Neptunbrunnen (siehe die Tour Nr 1) gibt es auch einiges in der Altstadt zu sehen. Hier ist der Besuch der Brigittenkirche ein Höhepunkt. Die ziemlich spät wiederaufgebaute Kirche der Werftarbeiter mit den modernen Kunstwerken (vor allem der wunderschönen Monstranz aus Bernstein) ist auf jeden Fall ein Muss für diejenigen, die etwas mehr über die neueste Geschichte Danzigs erfahren möchten. Da die Danziger Werft nicht allzu weit entfernt ist, schlage ich vor, sich zu den Toren der Werft zu begeben. Vor dem Werfttor erhebt sich das Denkmal der gefallenen Werftarbeiter, das an die tragischen Ereignisse vom Winter 1970 erinnert.
Dauer: 3-4 Stunden

5) Danzig – eine kinderfreundliche Stadt

Auch wenn Sie mit Ihren Kindern nach Danzig kommen, können Sie zusammen die Stadt besichtigen, ohne fürchten zu müssen, dass die Kinder sich langweilen. Ich möchte Ihnen anbieten, einen Spaziergang durch das Zentrum der Stadt zu machen, der auch für die Kinder spannend ist. Dabei werden Danziger Märchen und Legenden erzählt, man kann einen Besuch im Spielzeugmuseum einbauen, einen Blick in die Bonbonmanufaktur werfen und an einem heißen Sommertag ist sogar das Baden im Vier-Viertel-Brunnen möglich. Ich erzähle auch gern, warum dieser Brunnen so heisst.
Dauer ca. 2 Stunden

6) Solidarität 

Wenn Sie sich mit dem Thema „Solidarität (Solidarność) und ihre Entstehung“ auseinandersetzen wollen, dann sollen Sie das Gelände der Danziger Werft besuchen, die Mal der größte Arbeitgeber der Stadt war.
Inzwischen, nach dem die Werft viel kleiner geworden ist, hat sich da sehr viel verändert. Es entstand eine Straße, es wurden ein paar Häuser abgerissen, sogar die stillen Symbole der Freiheitsbewegung, nämlich die Werftkräne, verschwinden allmählich.
Es ist aber auch etwas großartiges entstanden: das Zentrum der Solidarität, wo in den Ausstellungsräumen die Geschichte der Solidarität geschildert wird.
Nachden wir und die Werft und das Denkmal der Gefallenen Werftarbeiter angeschaut haben, können wir das Tor des Solidaritätszentrum passieren. Nach dessen Besichtigung schlage ich vor, die Brigittenkirche zu betreten, die bei der Entstehung der Solidarität große Rolle gespielt hat. Nicht nur aus den historischen Gründen ist die Kirche sehenswert. Die Kunstwerke aus Bernstein, die in den letzten Jahren speziell für die Brigittenkirche angefertigt wurden, beeindrucken viele Besucher.

 

7) Oskarchen als Fremdenführer

„Amerika – ach, was ist Amerika gegen die Straßenbahnlinie Neun, die nach Brösen fuhr?“
So schrieb der Schriftsteller und ich schlage vor, für diese Tour die Straßenbahn zu nehmen – so können wir uns besser in die Atmosphäre Grass’scher Werke versetzen.
Bevor wir aber einsteigen, bleiben wir bitte in der Innenstadt – schon hier gibt es ein paar Objekte, die jeder Leser der „Blechtrommel“ kennt: den Stockturm, das Zeughaus, die Polnische Post.
Dann aber nach Langfuhr – jenes Stadtviertel in Danzig, wo sich das Literarische mit dem Realen mischt.

Das Storchenhaus, wo der künftige Schriftsteller das Licht der Welt erblickte, das , Conradinum Gymnasium, das er besuchte, die Herz-Jesu-Kirche, wo der künftige Schriftsteller getauft wurde, dürfen auf der Strecke nicht fehlen.
Und nachher über eine Unterführung erreichen wir die Gegend, wo, Günter Grass mal gelebt hat. Auf der Strecke liegt seine Grundschule, das Haus, in dem der junge Günter Grass bis zu seinem 17 Lebensjahr lebte, und andere Ecken, die er in seinen Romanen verewigte.
Begleitet von den Zitaten aus den Werken des Schriftstellers begeben wir uns Richtung Brösen, dessen Strand mehrmals in den Büchern des Nobelpreisträgers vorkommt.

8) Mennoniten in Danzig

Diese Tour präsentiert – neben den „Klassikern“ – ein wenig bekanntes Gesicht der Stadt.
Im XVI Jahrhundert sind Anhänger des Reformators Menno Simons nach Danzig und in die Umgebung der Stadt gekommen. Zu Hause verfolgt, konnten sie in der Nähe der Stadt ihre religiöse und auch wirtschaftliche Freiheit ausüben.
Anfangs waren die Danziger und der Stadtrat den Fremden gegenüber voller Distanz, aber im Laufe der Zeit und sich wechselnden politischen Verhältnissen, hat es sich verändert und die Mennoniten durften vollberechtigte Bürger der Stadt werden.
Einige von ihnen waren hervorragende Künstler, deren Werke das Bild der Stadt bis heute prägen.

Ich schlage vor, dass wir zuerst die Mennonitenkirche besuchen – sie liegt etwas vom Stadtzentrum entfernt, aber nahe genug, um sie zu Fuß zu erreichen. Dann begeben wir uns an den Stadttoren vorbei in die Langgasse.
Während der Führung möchte ich Ihnen die Kunstwerke der Familie van den Block, die ursprünglich Mennoniten waren, präsentieren. Es ist dabei sehr zu empfehlen, das rechtstädtische  Rathaus zu betreten, um den Roten Salon zu besichtigen – einen der schönsten Räume der Stadt mit zahlreichen Kunstwerken von Izaak van den Blocke, Simon Hoerle, Hans Vriedemann de Vres.

Danach begeben wir uns zum Langen Markt wo seit Jahrhunderten der Neptunbrunnen die Aufmerksamkeit auf sich zieht, wir sehen den Artushof, das Goldene Patrizierhaus, das speziell für die Könige als Residenz gebaute Grüne Tor.
Wir sollten nicht versäumen einen Blick auf das Zeughaus zu werfen, bevor wir das Tor der Marienkirche betreten. Dort bekommen zahlreiche Kunstwerke zu Gesicht, darunter wiederum welche, die aus den Werkstätten der Familie van den Block stammen.
Nach dem Besuch des Gotteshauses erreichen wir die Danziger Perle – die Frauengassse mit ihren hübschen Terrassen vor jedem Haus. Dann kommt der alte Hafen an der Mottlau mit seinem Prachtstück: dem Krantor.
Direkt hinter dem Krantor erstreckt sich die Breite Gasse, wo wir auf eine sehr wichtige Spur der Mennoniten stoßen. Vor Jahrhunderten hat hier einer von ihnen , Ambrosius van Vermoellen, eine Manufaktur gegründet, in der Likör namens Danziger Goldwasser hergestellt wurde. Zur Zeit wird in dem Lokal kein Goldwasser produziert, aber auf jeden Fall wird es dort getrunken – anstelle der Fabrik gibt es ein vornehmes Restaurant „Zum Lachs“.
Von dort aus trennt uns nur ein Katzensprung von der Johanniskirche, wo wir wiederholt den Namen van den Block hören werden – Abraham van den Block schuf den Hochaltar, der trotz der gnadenlosen  Geschichte immer noch das Innere der Kirche schmückt.

Dauer der Tour: ca. 4 Stunden

 

9) Danziger Orgeln

Die Stadt pflegte ihre Musikkultur unter anderem, indem sie ihre Kirchen mit Orgeln ausstatten ließ. In Danzig waren begabte Orgelbaumeister tätig, die ihre Spuren in einigen Gotteshäusern hinterlassen haben. Ich möchte Ihnen vorschlagen, drei Kirchen zu besuchen, wo das Thema Orgel wirklich zur Geltung kommt.

Die erhaltene Orgel
Das Stadtviertel Oliva ist für seine Kathedrale – eine der längsten der Welt – und seine große Orgel berühmt, sie war im 19.Jh. die größte in der Welt. Das Musikinstrument befindet sich in der ehemaligen Klosterkirche der Zisterzienser.  Die Olivaer Orgel mit 7876 Orgelpfeifen ist  nicht nur die größte, sie ist auch die bekannteste Danziger Orgel. Im Sommer finden dort nicht nur Präsentationen für Touristen statt, sondern auch Festivals der Orgelmusik.

Die wiederhergestellte Orgel
Weniger bekannt ist die Orgel der Marienkirche, obwohl auch sie von Weltrang ist. Ihre Existenz verdankt sie einem ehemaligen Danziger, der den Wiederaufbau der Orgel durch die Gründung einer Stiftung bewerkstelligt hat. Das Musikinstrument erklingt hauptsächlich zu den heiligen Messen. Längere Konzerte gibt es nur im Sommer, einmal pro Woche.

Die Orgel im Wiederaufbau
Mein dritter Vorschlag wäre ein Besuch der Trinitatiskirche, in der ein herausragendes Musikinstrument wiederaufgebaut wird: Die Orgel von Martin Friese. Ziel ist es, sie wieder so aufzubauen, dass sie in Form und Charakter wie nach dem Umbau von Rudolph Dalitz wieder entsteht. Die Bautechniken, die verwendet werden, gleichen jenen aus dem 17 Jh.. Der Wiederaufbau der barocken Orgel wird sich auf baltische Traditionen der Orgelbaukunst beziehen.

Dauer: mehrere Stunden (es hängt davon ab, welches Transportmittel wir benutzen)

10) Danzig-Oliva-Zoppot

Die Highlights von Danzig und und ein Sahnehäubchen darauf;)
Mein Vorschlag ist am Vormittag das Zentrum kennen zu lernen (siehe die Tour Nr 1) und dann nach Oliva (ein Vorort von Danzig) zu fahren, um die ehemalige Zisterzienserkirche zu besichtigen. Der Besuch dieser Kirche ist ein Genuss für Musikfreunde. Da die Kirche über eine der größten Kirchenorgeln der Welt verfügt, möchte ich Sie zu einer kleinen Orgelpräsentation einladen.
Dann geht’s weiter Richtung Norden. Die Zielstation ist der Luftkurort Zoppot, wo man mehrere Stunden angenehm verbringen kann. Dazu gehört vor allem ein Spaziergang auf der langen Seebrücke. Am Kurbrunnen werden wir die besonders gesunde Luft inhalieren. Und anschließend , um sehen und gesehen zu werden, gehen wir in die Fußgängerzone, die ehemalige Seestraße.

 

11) Danzig – Zoppot – Gdingen

Schauen Sie mal bitte auf die Landkarte: Danzig liegt nicht alleine da, an der Danziger Bucht. Es gibt noch Zoppot und Gdingen. An einem Tag kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der drei Städte erfahren. Wir starten mit dem Rundgang in Danzig (siehe die Tour Nr1). Am Nachmittag erreichen wir Zoppot, wo wir die gesunde zoppoter Luft auf der Seebruecke tief einatmen können. Anschliessend geht’s weiter nach Gdingen (im Krieg Gothenhafen genannt). Diese moderne Stadt unterscheidet sich sehr von Danzig und Zoppot und das eben (aber nicht nur das) macht sie interessant.

 

12) Das Danziger Fußballstadion

Es heisst zwar: De gustibus non disputanduem est..
…aber mit Sicherheit ist das Danziger Fußballstadion das schönste, was zur EM 2012 in Polen und in der Ukraine gebaut wurde. Ich biete Ihnen an, sich das Objekt nicht nur von außen anzuschauen sondern auch hineinzugehen und sich auch dort umzuschauen, was sonst nur Fußballern vorbehalten ist.
Dauer: ca. 1 Stunde

 

13) Gegenwartskunst

Da ich mich für gegenwärtige Kunst interessiere, möchte ich Ihnen die lohnenswertesten Kunstgalerien der Stadt zeigen. Wenn Sie auch daran interessiert sind, die Werkstatt eines Künstlers zu besuchen, kann ich Ihnen ermöglichen, das Atelier von Kazimierz Kalkowski (siehe Link : http://www.kalkowski.art.pl/ ) aufzusuchen. Er gehört zu den begabtesten Künstlern, die in der Dreistadt leben. Seine Bilder, keramischen Reliefs und Skulpturen sind ohnegleichen.